Allerheiligen ist in Baden-Württenberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein gesetzliche festgelegter Feiertag. In den anderen Bundesländern wird Allerheiligen nicht offiziell gefeiert (nicht arbeitsfrei).

Geschichte

Allerheiligentage bzw. Frühformen des Heiligengedenktages lassen sich bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Am Sonntag nach Pfingsten wurde in Antiochia (heutige Türkei) der „Herrentag aller Heiligen“ gefeiert, ein Gedenktag für die Märtyrer.

Im 8. Jahrhundert widmete Papst Gregor III den Heiligen eine Kapelle in der Basilika St. Peter. Damit legte er für die Stadt Rom gleichzeitig den 1. November als Allerheiligenfeiertag fest.  Gegen Ende des Jahrhunderts fand der Feiertag zunehmend in Frankreich und darüber hinaus in der gesamten westlichen Kirche Verbreitung. Seine endgültige Durchsetzung fand das Fest mit Hilfe von Papst Gregor IV, der den Gedenktag mit Unterstützung des deutschen Kaisers „Ludwig den Frommen“ 835 auch in Kontinentaleuropa festlegte. Im Jahr 839 wurde das Allerheiligenfest durch Papst Gregor IV in für die gesamte Kirche festgelegt.

Allerheiligen als gesetzlicher Feiertag

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Zudem gehört das Allerheiligenfest zu den so genannten „stillen Feiertagen“. Das bedeutet, dass die Durchführung öffentlicher Feste und Feiern oder ähnlicher Veranstaltungen mit lauter Musik an diesem Tag untersagt sind.

Bedeutung

Allerheiligen ist ein Gedenktag für alle Heiligen und Märtyrer. Nicht der Trauergedanke steht hierbei im Vordergrund, sondern eher das Gedenken an die Heiligen, wobei die Bezeichnung „heilig“ sich nicht zwingend auf die offizielle Heiligsprechung bezieht.

Es soll auch denjenigen gedacht werden, deren Leben sich durch eine enge Verbindung zu Gott auszeichnete. Hierbei steht vor allem der Glaube an die Auferstehung Christi und die damit einhergehende Überwindung des Todes durch Jesus Christus im Vordergrund. Damit wird vor allem die Verbindung zwischen den Toten und Lebenden und die Hoffnung der Auferstehung verbunden.

Allerheiligen ist Bestandteil der „Seelenwoche“, die vom 1-8 November stattfindet. Am Tag nach dem Allerheiligenfest wird „Allerseelen“ begangen.

Brauchtum

An Allerheiligen werden üblicherweise die Gräber geschmückt und Kerzen, die so genannten „Seelichenlichter“ aufgestellt. Zudem sind Fürbitten und Gebete ein wichtiger Bestandteil des Brauchtums.

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