Er ist der Tag vor Karfreitag und soll an Jesus und das letzte Abendmahl erinnern. Gründonnerstag ist ein christlicher Festtag, zählt aber nicht zu den gesetzlichen Feiertagen.

Der Name „Gründonnerstag“

Das Wort „Grün“ bezieht sich in diesem Fall nicht auf die gleichnamige Farbe. Die Bezeichnung „Gründonnerstag“ leitet sich vom Wort „greinen“ ab, was so viel wie trauern oder auch weinen bedeutet. Trotzdem ist die Symbolhaftigkeit der Farbe zu beachten. Grün symbolisiert bekanntermaßen Hoffnung oder auch Fruchtbarkeit. Gründonnerstag steht also in symbolischer Weise mit der Farbe Grün in Verbindung.

Der Gründonnerstag wird auch als „Heiliger Donnerstag“, „Weißer Donnerstag“ oder „Palmdonnerstag“ bezeichnet.

Das letzte Abendmahl

An Gründonnerstag gedenken die Christen dem letzten Abendmahl, welches von Jesus und seinen zwölf Aposteln begangen wurde. Der Abend ist zugleich der letzte Abend vor der Kreuzigung, dessen Gedenken durch Karfreitag (ein Tag nach Gründonnerstag) symbolisiert wird.

Brauchtümer am Gründonnerstag

Gründonnerstag soll an das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern erinnern. Dabei wurden bzw. werden an diesem Tag kirchliche- als auch volkstümliche Bräuche eingehalten.

Das Abendmahl und die Fußwaschung

Das Abendmahl wird üblicherweise während des Gottesdienstes am Gründonnerstag zelebriert. Dabei wird auch auf die Überlieferung eingegangen, dass Jesus die Füße seiner Jünger wusch und damit eine Art Dienstposition verdeutlichte. Denn damals gehörte das Füße waschen zu den typischen Sklavenarbeiten. So wird die Fußwaschung auch heutzutage noch in einigen religiösen Gemeinschaften durchgeführt. In den katholischen Gemeinden wird nach der Messe der Altar geleert und das Allerheiligste weggetragen. Der Altar bleibt von da an bis zur Osternacht ohne Schmuck und Verzierung. Auch die Glocken stehen ab der Gründonnerstagsmesse bis zur Osternacht still.

Das Gründonnerstagsei

Am Gründonnerstag ist es üblich – wie der Name schon verrät – grünes Gemüse bzw. grüne Nahrungsmittel zu verzehren. In alten Büchern und auch im Internet lassen sich zahlreiche Rezepte für verschiedene Gründonnerstaggerichte nachlesen. Berühmt sind auch die Geschichten rund um das so genannte „Gründonnerstagsei“, das gegen körperliche Beschwerden oder als Abwehrmittel gegen verschiedene Alltagskrisen helfen sollte. Diese Eier wurden am Gründonnerstag aufgelesen und am Ostersonntag kirchlich geweiht. Anschließend wurden sie verspeist, wobei auch ein Stück der Schale verzehrt werden sollte. Der Rest wurde in eine Feuerschale geworfen.

Die Menschen platzierten solche Eier zum Beispiel auch in der Nähe ihres Viehs, um dieses vor Erkrankungen zu schützen oder sie vergruben es nahe eines Baches oder auf ihrem Acker, um Überschwemmungen zu vermeiden bzw. eine gute Ernte zu fördern.

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