Sicherlich ist es für jeden Trauzeugen eine besondere Ehre, dem Brautpaar beizustehen und diverse verantwortungsvolle Aufgaben in allen Belangen der Hochzeitsvorbereitung zu übernehmen. Übrigens werden Trauzeugen bei der standesamtlichen oder evangelischen Hochzeit nicht unbedingt benötigt – dennoch verzichtet kaum ein Brautpaar auf die Trauzeugen. Es gehört einfach mit zur Tradition, Trauzeugen zu benennen. Die katholische Kirche besteht auf die Anwesenheit der Trauzeugen. Die Trauzeugen übernehmen dabei wichtige Aufgaben, die das Brautpaar ihnen anvertrauen.

Aufgaben der weiblichen Trauzeugen

Unterstützung bei der Hochzeitsplanung

Auswahl des Brautkleides (zusammen mit der Braut)

Kommunikation mit den Gästen

Organisation des Junggesellinnenabschieds

Eheschließung auf dem Standesamt mit der Unterschrift bezeugen

Ansprechpartner für alle am Tag der Hochzeit

Hilfe beim Aufräumen nach der Feier

Aufgaben der männlichen Trauzeugen

Hilfe bei der Auswahl der Hochzeitskleidung

Ringe halten

Halten einer Rede auf der Hochzeitsfeier

Planen des Junggesellenabschieds für den Bräutigam

Diskrete Bezahlung der Servicekräfte (Personal, Fotograf, Band)

Unterschrift auf dem Standesamt bezeugt die Eheschließung

Trauzeugen bezeugen also nicht nur mit ihrer Unterschrift die Eheschließung, sondern haben viele andere verantwortungsvolle Aufgaben. Die Aufgaben werden von dem Brautpaar übergeben. Somit kann es sein, dass Trauzeugen

die Hochzeit planen

sich um die Dekoration kümmern

als Modeberater und Streitschlichter fungieren und

am Tag der Hochzeit die Gäste betreuen müssen.

Geschichtliche Aspekte der Trauzeugen

Wo kommt der Begriff des Trauzeugen eigentlich ursprünglich her? Die Geschichte der Trauzeugen reicht bis ins Mittelalter hinein. Während der Kriegszeiten hatten Trauzeugen die Aufgaben, die Eheschließung zu bezeugen. Oftmals wurden nämlich durch Brände und Kriegswirren die schriftlichen Unterlagen über eine Hochzeit vernichtet, und es gab keinen Beweis mehr über die Eheschließung. Die Trauzeugen bezeugten dann die Hochzeit, da sie zusammen mit dem Standesbeamten die einzigen offiziellen Zeugen der Hochzeit waren.

Noch bis zum Jahr 1998 waren zwei Trauzeugen bei einer standesamtlichen Hochzeit Pflicht. Danach bestand die Pflicht, Trauzeugen zur Hochzeit mitzubringen, nur noch bei der katholischen Kirche. Bis heute ist es so, dass bei einer katholischen Hochzeit zwei Trauzeugen anwesend sein müssen, die die Hochzeit bezeugen. Auch in anderen Ländern, wie beispielsweise in der Schweiz und in Österreich, werden zwei Trauzeugen bei einer Hochzeit benötigt, um die Ehe rechtskräftig zu schließen.

Trauzeugen-Auswahl

Die Auswahl der Trauzeugen ist sehr wichtig. Das Brautpaar sollte nahestehende Personen, die ihnen sehr vertraut sind, als Trauzeugen auswählen. Das können Verwandte oder enge Bekannte, aber auch sehr gute Freunde sein. Wenn das Brautpaar später einmal Kinder bekommt, können diese Trauzeugen auch Paten der Kinder werden. Wichtig ist außerdem, dass die Trauzeugen bei der Hochzeit volljährig sind und sich durch einen Personalausweis oder einen Reisepass ausweisen können. Die Trauzeugen sollten ihre Ausweispapiere vor der Hochzeit noch einmal gut überprüfen. Ist der Ausweis noch gültig? Ist der Reisepass noch nicht abgelaufen? Das sind wichtige Fragen, die vor der Hochzeit geklärt werden müssen, damit es nicht zu unangenehmen und peinlichen Situationen während der Trauungszeremonie kommen kann.

Wenn das Hochzeitspaar Trauzeugen auswählt, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, müssen sie zusätzlich für einen Dolmetscher Sorge tragen. Es muss sichergestellt sein, dass die Trauzeugen alles verstehen, was der Standesbeamte sagt. Schließlich müssen die Trauzeugen die Eheschließung ja auch mit ihrer Unterschrift bezeugen.Manche Brautpaare heiraten sowohl standesamtlich, als auch kirchlich. In diesem Fall ist es empfehlenswert, für beide Trauungszeremonien die gleichen Trauzeugen auszuwählen. Sie kennen das Brautpaar sehr gut und helfen bei allen Vorbereitungen zur Hochzeit.

Fazit

Die wichtigste Aufgabe der Trauzeugen besteht darin, das Paar bei der Hochzeitsplanung zu unterstützen. Vorteilhaft ist das Schreiben von Listen, damit nichts vergessen wird. Die Trauzeugen sollten sich dennoch immer bewusst sein, dass das zukünftige Ehepaar das letzte Wort hat – egal, wie viel Entscheidungsgewalt das Paar den Trauzeugen überlassen hat.

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