Alle Jahre wieder… kommt die Weihnachtszeit. Einer der Höhepunkte des Weihnachtsfestes ist für Jung und Alt, das Schmücken des Weihnachtsbaumes (teils auch Christbaum genannt). Dabei ist es erst einmal egal, ob man einen künstlichen oder echten Weihnachtsbaum hat. Ein echter Baum kann allerdings nicht durch einen künstlichen ersetzt werden. Allein der Geruch des Holzes und der Nadeln gibt dem Raum in dem der Baum steht, eine ganz besondere Atmosphäre.

Egal ob der (echte) Weihnachtsbaum nun erst am 24.12. in der Frühe oder schon ein paar Tage vorher geschmückt wird, wichtig ist, dass man möglichst lang Freude an ihm hat. Zwar endet für viele die Weihnachtszeit offiziell mit den „Heilige drei Könige“ am 06. Januar. Aber mittlerweile lassen viele ihren, zum Teil teuer erworbenen Weihnachtsbaum, auch gern mal länger stehen.

Doch was solltet ihr beachten, damit euer Weihnachtsbaum auch lange frisch bleibt und nicht anfängt zu nadeln? Schon beim Kauf des Weihnachtsbaums solltet ihr auf einiges achten. Es fängt mit der Wahl der Baumsorte an.

Welche Baumsorte wird empfohlen?

Die Wahl der Baumsorte ist ein wichtiger Punkt. Wir empfehlen den Kauf einer Nordmanntanne. Sie ist der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen (bis 80% Marktanteil). Oftmals wird diese Sorte nur dazu angepflanzt einmal ein Weihnachtsbaum zu werden. Der Vorteil der Nordmanntanne ist ihr gerader, gleichmäßiger Wuchs, ihre Robustheit, die glänzenden Nadeln und ein schöne dunkle Färbung. Leider ist ihr nicht vergönnt, einen schönen Duft zu verbreiten. Sie riecht nämlich nicht. Aufgrund ihrer Beliebtheit und dadurch, dass sie ca. 15 Jahre zum Wachsen benötigt, ist sie auch die teuerste Baumart.

Die Nobilistanne ist hingegen etwas für Individualisten. Die Zweige wachsen oftmals nicht symmetrisch und sie ist eher von schlanker Natur. Ihre silbrig-blauen Nadeln und ihr Duft nach Orange macht sie aber zu etwas Besonderem.

Bei den Fichten unterteilt man in die günstige Rotfichte (sie hält sich leider nicht wirklich lang) und die beliebte Blaufichte. Die Blaufichte kennzeichnet ein natürlicher Wuchs und ein angenehmer Duft. Sie hat starke Äste (gut für Kerzen und schweren Baumschmuck), aber sehr stachlige Nadeln. Also Vorsicht in dem Fall, wenn ihr Kinder oder Haustiere habt. Diese können sich an den Nadeln verletzen.

Auch angeboten als Weihnachtsbaum wird die Douglasie. Sie hat dünne Zweige, die nicht viel Gewicht tragen können, duftet nach Zitrone.

Ab und zu kann man auch eine Schwarzkiefer oder eine Koreatanne als Weihnachtsbaum kaufen. Die gibt es aber eher selten. Wobei eine Koreatanne bei guter Pflege einer der schönsten Weihnachtsbäume ist.

Weihnachtsbaum richtig kaufen

Die ersten Verkaufsstellen für Bäume gibt es bereits Anfang Dezember. Doch Vorsicht, wir empfehlen euch, euren Weihnachtsbaum erst frühestens 2 Wochen vor dem Heiligen Abend zu kaufen. Warum? Dann habt ihr eine größere Wahrscheinlichkeit, dass euer Baum noch recht frisch geschlagen ist und nicht schon Wochen vorher. Die Händler wollen in der Vorweihnachtszeit natürlich ihr Geschäft machen und bauen sich Vorräte auf. Daher fangen sie oftmals schon sehr früh an, Bäume zu schlagen. Diese sind dann natürlich nicht mehr so frisch und die Chance, dass euer Baum schnell anfängt zu Nadeln, ist dann viel größer. Es ist aus dem Grund immer gut vor dem Kauf zu fragen, wann der Baum geschlagen wurde.

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann holt euren Baum entweder bei einem kleinen Händler, der seinen eigenen Baumbestand verkauft oder ihr schlagt selbst einen. Das bieten mittlerweile viele Baumschulen an. Vorteil dabei, ihr könnt euch euren Baum selbst aussuchen und seht ihn noch in voller Pracht, bevor er gefällt wird.

Achtung: Einfach in den Wald gehen und sich einen Baum schlagen, stellt eine Straftat dar. Es handelt sich dabei um Diebstahl. Immer erst den Eigentümer des Grundstücks fragen.

Wenn ihr einen bereits geschlagenen Baum kauft und wissen wollt, wie frisch euer Wunschbaum ist, dann gibt es folgende Tipps:

Fahrt mit dem Finger entlang eines Zweiges gegen den Strich (Wuchsrichtung der Nadeln). Ist der Baum noch frisch, dürfen dabei keine Nadeln abfallen. Ebenso sollte ein frischer Baum glänzende Nadeln haben.

Schaut euch die Schnittfläche am Fußende des Stamms an. Ein frischer Baum hat eine helle Schnittfläche. Ist diese aber schon dunkel (grau bis schwarz), dann besser Hände weg. Der Baum ist dann schon vor einer Weile geschlagen worden.

Schaut euch die Wuchsform an. Ein guter und gesunder Baum hat eine gleichmäßige und runde Wuchsform (natürlich je nach Sorte).

Auch die Zweige sagen etwas über die Qualität aus. Hat der Baum bereits verletzte und abgebrochene Zweige oder Schleifspuren? Dann besser auch hier die Hände weg und einen anderen nehmen.

Ist der Weihnachtsbaum gekauft, gilt es nun dafür zu sorgen, dass er möglichst lange frisch bleibt und er nicht anfängt zu nadeln.

So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch

Damit der Baum bis mindestens zu den Heiligen drei Königen frisch bleibt, beherzigt die Tipps im Folgenden:

Beim Transport des Baums diesen immer in ein Netz packen. Das machen die Verkaufsstellen für gewöhnlich für euch. Wichtig ist, den Baum vor Austrocknung und Fahrtwind zu schützen.

Achtung: Den Baum beim Transport mit dem Auto nicht auf das Dach schnallen! Dies kann bei einem Umfall als ein Verstoß gegen die Ladungssicherungs-Vorschrift gesehen werden.

Das Verpackungsnetz immer von unten nach oben entfernen. So werden die Zweige und Nadeln nicht beschädigt.

Vor dem Aufstellen den Baum ein paar Mal kräftig mit dem Stamm nach unten aufschlagen. Das hilft, dass sich die Zweige entfalten können nach dem Transport.

Zu Hause den Baum erst einmal an einem kühlen und windgeschützten Ort stellen. Achtet darauf, dass der Baum mit Wasser versorgt ist. Vorher am besten am Stamm (Fußende) eine dünne Scheibe abschneiden, damit sich die Poren öffnen und das Wasser besser aufgenommen werden kann.

Gewöhnt den Baum langsam an die Zimmertemperaturen. Vermeidet möglichst einen Temperaturschock. Gut wäre es, den Baum einen Tag vor dem Aufstellen im Wohnzimmer, in einem kühleren Raum (ca. 10 Grad) stehen zu lassen. Dann ihn erst in das warme Wohnzimmer stellen.

Vermeidet Zugluft. Den Baum also möglichst nicht dort aufstellen, wo das Fenster zum regelmäßigen Lüften des Raumes ist.

Auch neben der Heizung sollte der Baum nicht aufgestellt werden. Zu warme Luft schadet dem Baum und sorgt für ein schnelleres Austrocknen. Daher auch direkte Sonneneinstrahlung meiden.

Lasst den Baum nicht trocken stehen. Er braucht Wasser um frisch zu bleiben. Daher einen Baumständer verwenden, der gleichzeitig auch Wasserspender ist. Gut ist auch, den Weihnachtsbaum täglich mit einem Wasserzerstäuber anzusprühen.

Das Wasser könnt ihr gern mit Zucker oder Frischhaltemittel (gibt’s immer beim Kauf von Schnittblumen dazu) anreichern.

Wer richtig lange Freude an seinem Baum haben möchte, der nimmt gleich einen Baum im Topf (mit Wurzeln). Durch die Wurzeln versorgt sich der Baum optimal mit Wasser und Nährstoffen. Vorteil ist, dass solche Bäume dann später auch wieder in den Garten gepflanzt werden können. Dazu aber den Baum nicht länger als 10-12 Tage im Topf belassen. Hier gilt dann auch wieder, dass Temperaturschocks vermieden werden sollten. Also vom Wohnzimmer über die Garage und dann erst in den Garten. Nicht geeignet zum wieder Anpflanzen sind übrigens Nordmanntannen. Grund dafür sind die Pfahlwurzeln der Nordmanntanne, die beim Umpflanzen meistens stark beschädigt werden.

Wird der Baum nach Weihnachten dann entsorgt, nutzt bitte offizielle Sammelstellen für Weihnachtsbäume. Jeder Kommune bietet nach Weihnachten solche Sammelplätze an. Wenn ihr den Baum klein hackt, dann könnt ihr ihn unter Umständen auch in der Bio-Tonne entsorgen. Die Betonung liegt hier auf “Bio-Tonne”. Bitte nicht den Baum im Hausmüll entsorgen.

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