Das älteste Getränk ist der Wein. Bereits die alten Römer kannten ihn als „vinum“ und brachten ihn vor 2000 Jahren zu den Germanen. Die lagen dann auf ihren Bärenhäuten und tranken immer noch eins, vielleicht sogar Bier. Auch dieses Wort geht über verschlungene Wege auf das lat. Verb „bibere“ , „trinken“ zurück. Seinen Ursprung hat das Getränk in den Klöstern des 6. Jh., wo bereits Hopfen zum Bierbrauen verwendet wurde.

1647 findet sich zum ersten Mal in deutschen Texten die Bezeichnung für den Schaumwein als „Seck“. Das war damals aber noch eine Art Likör. Und diese Bedeutung blieb auch bis etwa 1830. Erst dann wurde der „Sekt“ zum Schaumwein. Angeblich soll sich ein prominenter Schauspieler in einer Berliner Weinstube mit den Worten „a cup of sack“ ein Glas Champagner bestellt haben. Trends wurden halt immer schon von der Prominenz gesetzt!

Im 18. Jh. wurde in Deutschland sehr stark französische Lebensart nachgeahmt, man aß und trank wie die Franzosen, also auch den Likör, fr. „liquer“. Zurückgeht das Wort auf lat. „liquor“ und bedeutet schlicht „Flüssigkeit“. Im Französischen ist „liquer“ übrigens weiblich, bei uns aber „der Likör“. Warum ist das so? Die meisten alkoholischen Getränke haben in Deutschland ein männliches Geschlecht, also werden Wörter, die alkoholische Getränke bezeichnen und aus anderen Sprachen übernommen worden sind, eben männlich verwendet: der Wein, (im Lat. Sächlich) der Wodka (im Russ. weiblich).

Das trifft auch auf den Cocktail zu. Zuerst ist dieser der Hahnenschwanz, dessen Kennzeichen ja die Farbenpracht ist. Im engl.-amerikanischen Sprachraum wurde dann ein Getränk aus vielerlei Zutaten so bezeichnet und zu Beginn des 20.Jh. nach Deutschland exportiert.

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