Sie ist überall bekannt und fast jeder hat schon einmal die Situation erlebt, dass einem eine Schnapszahl “über den Weg läuft” und man auf einmal darauf anstößt. Doch was genau ist eine Schnapszahl und woher kommt dieser Begriff?

Generell werden als Schnapszahl mehrstellige Zahlen (mind. 2 Stellen) bezeichnet, die identische Ziffern haben. Also z. B. die 22, 333, 44,44, 1111 usw. Wissenschaftlich wird diese Art von Zahlenfolgen als Repdigit bezeichnet (“wiederholte Ziffern”).

Dafür dass die Schnapszahl im Wortschatz und im Alltag bei uns eingezogen ist, gibt mehrere Deutungen, wobei 2 die wahrscheinlichsten sind:

Die Schnapszahl leitet sich wohl aus dem Spielen mit mehreren Teilnehmern ab (z. B. beim Karten spielen). Werden nun die Punkte während des Spiels addiert und ein Spieler erreicht dabei eine dieser Schnapszahlen, musste derjenige dann oftmals einen ausgeben (je nach Spielregel oder Vereinbarung). Beliebt war dabei einen Schnaps auszugeben (geht schnell und kostet nicht soviel wie z. B. Sekt).

Trinkt man viel Alkohol, kann es durchaus passieren, dass man doppelt sieht aufgrund des Alkoholpegels den man intus hat. So kann es schnell passieren, dass aus einer einfach 4 eine 44 oder gar eine 444 wird (bei einer 4444 sollte man schleunigst aufhören zu trinken). Dies ist die zweite Deutung der Herkunft der Schnapszahl, denn vor allem beim Konsumieren von Schnäpsen erreicht man schnell den Pegel des doppelten Sehens.

Eine besondere Bedeutung hat die Schnapszahl 666. Sie wird als “Zahl des Tieres” in der Offenbarung des Johannes (ist das letzte Buch des christlichen Neuen Testaments) bezeichnet.

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